“Son of Melitta”

Sohn von Melitta Mann

Melitta Schenk Gräfin von Stauffenberg, geboren 1903 in Krotoschin, war eine bedeutende deutsche Ingenieurin und Testpilotin. Sie war bekannt für ihre herausragenden Leistungen in der Luftfahrt während des Zweiten Weltkriegs. Sie erlangte Berühmtheit nicht nur durch ihre technischen Fähigkeiten, sondern auch durch ihren Mut und ihre Widerstandsfähigkeit in schwierigen Zeiten.

Frühe Jahre und Ausbildung

Melitta wurde in eine Familie geboren, die großen Wert auf Bildung legte. Sie absolvierte 1922 ihr Abitur und nahm ein Studium an der Technischen Universität München auf, wo sie Mathematik, Physik und Ingenieurwesen studierte. 1927 schloss sie ihr Studium mit Auszeichnung ab und begann ihre Karriere bei der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt (DVL) in Berlin-Adlershof.

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Karriere in der Luftfahrt

1929 begann Melitta mit dem Fliegen und erhielt ihre Fluglizenz 1930. Ihre Karriere als Testpilotin begann offiziell 1936, obwohl sie wegen ihrer jüdischen Abstammung zunächst auf Schwierigkeiten stieß. Sie heiratete Alexander Schenk Graf von Stauffenberg, einen Historiker, und erhielt 1937 den Ehrentitel „Flugkapitänin“. Sie war die zweite Frau in Deutschland, die diesen Titel erlangte, nach Hanna Reitsch.

Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete Melitta als Testpilotin für die Luftwaffe. Sie führte bis zu 15 Tauchtests pro Tag aus Höhen von bis zu 4000 Metern durch und wurde für ihre Leistungen mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Trotz ihrer Loyalität zu Deutschland, hegte sie tiefes Misstrauen gegenüber dem Nazi-Regime, was zu einem inneren moralischen Konflikt führte.

Widerstand und persönliche Opfer

Melitta unterstützte aktiv ihre Schwäger, Claus und Berthold von Stauffenberg, die am 20. Juli 1944 an dem gescheiterten Attentat auf Hitler beteiligt waren. Nach dem Scheitern des Attentats wurde die gesamte Familie Stauffenberg verhaftet und in Konzentrationslager geschickt. Melitta selbst wurde aufgrund der Bedeutung ihrer Arbeit freigelassen und setzte sich weiterhin für ihre inhaftierten Familienmitglieder ein.

Letzte Tage und Vermächtnis

Am 8. April 1945, kurz vor Kriegsende, wurde Melittas Flugzeug von einem amerikanischen Jäger abgeschossen. Sie überlebte die Notlandung, erlag jedoch zwei Stunden später ihren Verletzungen. Ihr Tod markierte das tragische Ende einer bemerkenswerten Frau, die in einer Zeit großer Turbulenzen und Herausforderungen herausragende Tapferkeit und Entschlossenheit zeigte.

Melitta Schenk Gräfin von Stauffenberg bleibt ein Symbol für den Mut und die Standhaftigkeit, die viele während des Krieges zeigten. Ihr Leben und Werk sind eine Erinnerung an die Bedeutung von Integrität und Widerstand in Zeiten der Unterdrückung und des Unrechts.

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